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Aus: Ausgabe vom 01.04.2006, Seite 13 / Feuilleton

Anti-Antigraffiti

Die moderne Höhlenmalerei jugendlicher Urbanisten, das Graffiti-Sprühen, wird von konservativer Seite weiterhin als staatsgefährdend eingeschätzt. Wie bereits im letzten Jahr veranstaltet der Verein nofitti.e.V. unter dem Vorsitz des CDU-Abgeordneten Karl Henning am 26./27. April im Berliner Roten Rathaus den »zweiten internationalen Anti-Graffiti-Kongress«. Gegen dieses Unterfangen hat sich ein Bündnis aus Jugendeinrichtungen, politischen Gruppen und Einzelpersonen gebildet, das vom 22. bis zum 30. April zu Aktionstagen gegen die Kriminalisierung nichtkommerzieller Kunstformen aufruft. Man möchte ein politisches Signal »gegen die in der Politik beliebte Law-&-Order-Mentalität setzen, die davon ausgeht, sämtliche gesellschaftlichen und sozialen Probleme mit polizeilichen Mitteln lösen zu können«. Hierzu findet am kommenden Montag um 19 Uhr im Kato in Berlin-Kreuzberg (U-Bhf. Schlesisches Tor) eine Veranstaltung zum Thema: »Feindbild Sprüher. Zur Kriminalisierung einer Jugendkultur« statt. Es diskutieren Hans-Christian Stroebele (Grünen-MdB), Marion Seelig (Linkspartei-MdA), Barbara Uduwerella (HipHop e.V. Hamburg) und Robert (Graffiti-Aktivist). (jW)

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