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Ostfussball: Weit unten

 
Berlin. Weil Stadionverbote bislang nur von Liga eins bis drei gelten, mischen Hooligans vor allem im Osten der Republik immer häufiger bei unterklassigeren Spielen mit. »Wir reden seit geraumer Zeit darüber, bis in die vierte Liga mit Stadionverboten zu arbeiten, auch wenn es viel Geld kostet«, sagte am Montag Holger Fuchs, Geschäftsführer des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV). »Der Fußball ist Bestandteil der Gesellschaft, in der es viel Arbeitslosigkeit und Unzufriedenheit gibt.« Anlaß dieser Ausführungen waren Auseinandersetzungen beim Oberligaduell zwischen dem Hallenschen FC und Sachsen Leipzig am Wochenende. Gäste-Spieler Adebowale Ogungbure wurde von Hooligans tätlich angegriffen, nachdem er auf andauernde Provokationen von der Tribüne mit dem Hitlergruß reagiert hatte. »Ich bin kein Affe, auch kein Bimbo, sondern ein Mensch. In meiner ganzen Karriere wurde ich noch nicht so behandelt wie in dieser Oberliga«, erklärte Ogungbure in der Leipziger Volkszeitung. Vor einer guten Woche waren bei Ausschreitungen beim Landesliga-Spiel der Reservemannschaften von Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue zwei Spieler verletzt worden.  
 
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Und noch was sportlich Erfreuliches für den Osten aus der zweithöchsten Liga: Die erste Elf von Aue gewann am Sonntag 3:1 in Fürth. Weil zudem Hansa Rostock den Karlsruher SC mit 2:0 heimwärts schickte, blieb Energie Cottbus trotz 0:1-Heimpleite gegen Saarbrücken weiter auf Erstliga-Aufstiegsplatz drei.  (sid/jW)
 
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.03.2006, Seite 16, Sport

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