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Metall-Unternehmer spielen auf Zeit

Kamen. Die Unternehmer hoffen auf einen Durchbruch im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie noch vor Ablauf der Friedenspflicht am 28. März, sagte Gesamtmetall-Vizepräsident Michael Jäger am Donnerstag im nordrhein-westfälischen Kamen. Ein Angebot haben sie allerdings bislang nicht vorgelegt. Das sei frühestens für die dritte Verhandlungsrunde in zwei Wochen denkbar, so Jäger.

Der baden-württembergische IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann sagte in Stuttgart: »Wir halten diese Taktiererei für untragbar und schlicht verantwortungslos. Bereits festgelegte Verhandlungstermine werden dadurch zur Farce.« Die Tarifgespräche für die rund 800000 Beschäftigten im Südwesten werden am kommenden Dienstag fortgesetzt.

Die IG Metall will neben einer Lohnerhöhung um fünf Prozent und einer Anhebung der Ausbildungsvergütung auch die Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter festschreiben. Die Unternehmer lehnen es bislang ab, zum Thema Qualifizierung eine tarifliche Vereinbarung zu treffen. Der Tarifabschluß müsse für die Betriebe zudem kostenneutral sein.

(AP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.03.2006, Seite 5, Inland

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