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Aus: Ausgabe vom 03.03.2006, Seite 16 / Sport

Proletarier Blatter

Zürich. FIFA-Präsident Joseph Blatter will eine Ausländerquote in den europäischen Ligen einführen lassen, obwohl das dem EU-Recht der freien Wahl des Arbeitsplatzes widerspricht. »Ich kenne diese Argumentation, aber ich teile sie nicht«, meinte er gegenüber der Bild-Zeitung. »Europa sagt, der Fußballer ist ein Arbeiter. Und ein Arbeiter kann überall hingehen, wo er will. Das stimmt schon mal nicht. Ein Schreiner oder ein Maler können irgendwo hingehen. Aber ein Fußballer kann nur seinen Beruf ausüben, wenn er zehn andere bei sich hat.« Er orientiert sich am aktuellen »6+5«-Vorschlag der Bundesliga, nachdem sechs Deutsche und fünf Ausländer spielen sollen: »Das ist die Formel der Zukunft«. Darüber hinaus fordert er, daß in allen nationalen Ligen einheitlich nur noch 16 Mannschaften spielen sollen. Weil der Markt nicht soviel Fußball verträgt und die Spieler auch nicht. Im Zweifelsfall könnte der Weltverband sogar diesen Vorschlag per Befehl durchsetzen, kündigte Blatter an.


(sid/jW)

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