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Aus: Ausgabe vom 22.04.2026, Seite 16 / Sport
Eishockey

Bären schlagen Haie

Mit ihrem Sieg bei den Kölner Haien gewinnen die Eisbären Berlin die Halbfinalserien mit 4:2 und ziehen ins Finale gegen die Adler Mannheim ein
Von Andreas Müller
Kölner Haie - Eisbären Berlin.jpg
Marcel Noebels (Eisbären Berlin) vor dem Kölner Tor

Am Ende standen der scheidende Coach Kari Jalonen und seine Haie am Montag abend in der Kölner Lanxess-Arena mit langen Gesichtern da. Der Finne hatte drei Minuten vor der Schlusssirene seinen Keeper Janne Juvonen vom Eis genommen und beim Stand von 1:2 alles auf eine Karte gesetzt – die Eisbären nahmen die Einladung an, trafen noch zweimal ins verwaiste Tor und beendeten die Meisterschaftsträume der Kölner. Mit 4:2 Siegen setzten sich die Berliner in der Halbfinalserie durch und sorgten so für den vielleicht letzten Auftritt von Moritz Müller.

Kölns Kapitän, mit 1.183 Einsätzen in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) die Nummer zwei hinter dem aus Weißwasser stammenden Mirko Lüdemann (1.199, ebenfalls Köln), ist 24 Jahre nach dem letzten Kölner Titelgewinn der Triumph zum wahrscheinlichen Karriereende nicht vergönnt. Zwar trug sein Team in sechs Spielen zu einer spannenden Halbfinalserie bei, aber der überlegene Primus der Hauptrunde ließ am Ende entscheidende Playoffqualitäten vermissen. Vor allem in der Offensive fehlte die Durchschlagskraft. Das Überzahlspiel war eher dürftig und gegen den Abwehrriegel, den die Gäste im Mitteldrittel aufbauten, fiel den Haien kaum etwas ein.

Der Titelverteidiger aus Berlin kam nur als Tabellensechster in die Playoffs und erwies sich abermals als zäher Gegner. Unter Trainer Serge Aubin, der seit Mai 2019 bei ihnen hinter der Bande das Sagen hat, haben die Eisbären keine Playoffserie verloren und stehen in dieser Kategorie jetzt bei 14:0 Siegen. Sie wissen ganz genau, wie Titelrennen funktionieren. Unter Aubin gewannen sie – mit Ausnahme der Saison 2022/2023, als sie die Playoffs verpassten – zuletzt viermal in Folge die Meistertrophäe.

Ob es diesmal wieder gelingt, entscheidet sich ab Freitag, wenn das erste Spiel der Finalserie gegen die Adler aus Mannheim das erste Bully erlebt. Die Adler stehen, seit sie 2019 die letzte ihrer insgesamt acht deutschen Meisterschaften gewannen, erstmals wieder in einem Endspiel. Sie eliminierten in der Vorschlussrunde die ambitionierten Münchner mit 4:1 Siegen, die ersten beiden erst knapp in der Verlängerung. Seit der US-Amerikaner Dallas Eakins die Adler coacht, erreichten sie 2024 das Viertelfinale, 2025 das Halbfinale und nun das Finale. Ausgang komplett offen.

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