EU-Kommission kritisiert Selenskijs Drohungen gegenüber Orban als »inakzeptabel«
Brüssel. Die EU-Kommission hat die Drohungen des ukrainischen Staatschefs Wolodimir Selenskij gegenüber dem ungarischen Regierungschef Viktor Orbán als »inakzeptabel« kritisiert. Mit Blick auf Selenskijs Drohung sagte ein Sprecher der EU-Kommission, Olof Gill, am Freitag: »Diese Art der Sprache ist inakzeptabel. Es darf keine Drohungen gegen EU-Mitgliedstaaten geben.« Er fügte hinzu: »Unser Ziel ist, alle dazu zu bringen, sich ein wenig zu beruhigen, die Rhetorik zu mäßigen« und gemeinsame Ziele zu erreichen. Die Zurechtweisung Selenskijs aus Brüssel ist ungewöhnlich, da der ukrainische Präsident dort seit 2022 hofiert wird und die EU-Kommission in der Frage des neuerlichen Darlehens auf der Seite Kiews steht.
Selenskij hatte Orban am Donnerstag wegen der Blockade eines EU-Darlehens für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro gedroht: »Wir hoffen, dass nicht eine einzige Person innerhalb der EU die 90 Milliarden blockieren wird. Andernfalls werden wir die Adresse dieser Person an unsere Streitkräfte, an unsere Jungs weitergeben.« Sie würden dann »mit ihm in ihrer eigenen Sprache« sprechen, drohte der Staatschef. (AFP/jW)
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