Zum Inhalt der Seite

Anwerbeversuche in Turin aufgedeckt

Turin. Die für organisierte Kriminalität in Italien zuständige Spezialeinheit ROS hat offenbar faschistische Anwerbeversuche unter Mitgliedern der italienischen Streitkräfte aufgedeckt. Das berichtete ANSA am Freitag unter Berufung auf anonyme Quellen. Die Gruppe »La ­Barriera-Avanguardia Torino«, gegen deren Anhänger wegen Verherrlichung des Faschismus ermittelt worden sei, soll »Proselytismus« innerhalb des Militärs betrieben haben. Das gehe aus einer Notiz der ROS-Carabinieri in den Unterlagen zu einem Ermittlungsverfahren hervor, das zu 17 Anträgen auf Anklageerhebung geführt habe. Mindestens drei Militärangehörige sollen von den Ermittlern identifiziert worden seien, weil die Soldaten häufig den Klub »Edoras« besucht hatten, in dem sich Mitglieder von »Avanguardia ­Torino« getroffen haben sollen. (jW)

junge Welt

Du findest junge Welt Journalismus wichtig – aber ein Abo ist (noch) nichts für dich?

Dann unterstütze uns jetzt mit einer monatlichen oder einmaligen Spende – ganz unkompliziert, ohne Verpflichtung, aber mit großer Wirkung.

Werde Teil einer engagierten Community, die die Weltsicht der Herrschenden nicht übernimmt, sondern kritisch hinterfragt. Dein Beitrag hilft uns dabei.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Danke für Deine Spende.
Sie macht junge Welt Journalismus erst möglich.
Erschienen in der Ausgabe vom 11.03.2026, Seite 15, Antifaschismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!