-
11.03.2026
- → Antifaschismus
Länder: Symbole auch in Schulen bestrafen
Berlin. Das Verwenden von Symbolen und Kennzeichen von Organisationen, die von Behörden als »verfassungsfeindlich« eingestuft werden, soll laut dem Bundesrat künftig auch in Schulen strafbar sein. Die Länderkammer hat einen entsprechenden Entschließungsantrag aus Thüringen am Freitag mehrheitlich angenommen. Bisher ist nur strafbar, dass die Kennzeichen in der Öffentlichkeit oder in Versammlungen gezeigt werden. »Wenn Provokation zum System wird, braucht Erziehung die klare Flanke des Rechtsstaats«, sagte Thüringens Justizministerin Beate Meißner (CDU) im Bundesrat. Die Regierung in Erfurt verweist auf ein »besorgniserregendes Wiedererstarken« extremistischer Tendenzen in weiten Teilen der Gesellschaft. Auch »antisemitische Vernichtungssymbolik sowie Kennzeichen linksextremistischer Gruppen« würden vermehrt in Schulen verwendet. (AFP/jW)
Du findest junge Welt Journalismus wichtig – aber ein Abo ist (noch) nichts für dich?
Dann unterstütze uns jetzt mit einer monatlichen oder einmaligen Spende – ganz unkompliziert, ohne Verpflichtung, aber mit großer Wirkung.
Werde Teil einer engagierten Community, die die Weltsicht der Herrschenden nicht übernimmt, sondern kritisch hinterfragt. Dein Beitrag hilft uns dabei.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!