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Aus: Ausgabe vom 10.03.2026, Seite 15 / Natur & Wissenschaft

Aus dem All auf die Erde

Koblenz. Ein hell leuchtender Meteorit war am Sonntag abend über Westdeutschland zu sehen. Bei einem Einschlag in Koblenz wurde ein Haus beschädigt. An dem Dach des Gebäudes sei ein fußballgroßes Loch entstanden, sagte ein Sprecher des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz. Das Lagezentrum Bevölkerungsschutz sprach von einem »erhöhten Notrufaufkommen«, weil der Meteoritenüberflug an vielen Stellen in Rheinland-Pfalz wahrgenommen worden sei. »Personenschäden sind bisher nicht bekannt«, betonte die Behörde. Meteoriteneinschläge auf der Erde sind sehr selten. In Deutschland fielen im April 2023 bei Elmshorn mehrere Teile eines Meteoriten zu Boden. Das größte Fragment war ein rund 3,7 Kilogramm schwerer Brocken. Er galt damals als der schwerste gefundene Meteorit seit rund 100 Jahren in Deutschland. Ein Meteor, der im Februar 2013 nahe der russischen Millionenstadt Tscheljabinsk am Ural in der Atmosphäre zerbarst, richtete hingegen größere Schäden an. Nach Angaben des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums wurden damals durch die Druckwelle mehr als 7.000 Gebäude beschädigt und rund 1.500 Menschen durch herumfliegende Glassplitter verletzt. (dpa/jW)

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