Von Planet zu Planet
Baltimore. Wie das irdische Leben begann, ist eine der großen Fragen der Wissenschaft. Ergebnisse eines neuen Experiments liefern nun weitere Bausteine zur Untermauerung der Panspermie-Hypothese. Diese besagt, dass das Leben auf der Erde aus dem Weltall gekommen ist. Lily Zhao von der Johns Hopkins University in Baltimore und ihre Kollegen haben in einer am 3. März veröffentlichten Studie nachgewiesen, dass besonders resistente Mikroben den Sprung von Planet zu Planet überstehen könnten. Getestet wurde, ob Deinococcus radiodurans – ein Bakterium, das radioaktive Strahlung, extreme Kälte, Hitze und Trockenheit und wahrscheinlich auch ein Vakuum überlebt – Schocks wie bei einem Meteoriteneinschlag aushalten kann. Dafür beschossen die Forschenden das Bakterium mit Projektilen aus einer Hochdruckgaskanone. Einem Einschlag mit 1,4 Gigapascal hielten mehr als 95 Prozent der Deinococcus-Zellen stand, den Beschuss mit ganzen 2,4 Gigapascal überstanden immerhin noch rund 60 Prozent. »Das könnte bedeuten, dass Leben von einem Planeten zum anderen überspringen kann«, erklärte Zhao gegenüber Scinexx.de. »Vielleicht sind wir in Wirklichkeit alle Marsianer.« (jW)
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Leserbrief von Onlineabonnent/in Heinrich H. aus Stadum (9. März 2026 um 22:41 Uhr)Ganz schön kalter Kaffee, das Conan the Bacterium, altbekannt bei Freunden der Science Busters und von Heinz Oberhummer. Mit Deinococcus radiodurans hat das Leben sicher nicht begonnen. Schminkt euch den Blödsinn von Panspermie ab. Was sollen die Gigapascale? Soll das der Staudruck sein, dem eine Bazille beim Eintritt in die Erdatmosphäre erfährt, wenn sie von irgendwo aus dem All kommt? Und wenn sie von einem Planeten weggesprungen ist, wie ist sie dahin gekommen? Also immer noch ungekärt, wie sie entstanden ist.
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