Autozulieferer IAV will 1.500 Jobs in Deutschland vernichten
Berlin. Der auf Entwicklungsdienstleistungen spezialisierte Automobilzulieferer IAV aus Berlin will die Zahl seiner Beschäftigten in Deutschland deutlich reduzieren. Der »Stellenabbau« sei »sehr schmerzhaft«, aber notwendig, um das Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen, sagte Geschäftsführer Jörg Astalosch dem Nachrichtenportal T-online (Mittwoch). Geplant ist demnach, dass 1.500 Jobs vernichtet werden, die Zahl in Deutschland von derzeit 5.500 auf rund 4.000 sinkt.
Hintergrund ist die Krise der Automobilindustrie und der Rückgang externer Entwicklungsaufträge, wie T-online am Mittwoch weiter berichtete. »Wir haben durch die wirtschaftliche Lage bei uns in Deutschland eine hohe Überkapazität«, sagte Astalosch dem Portal. »Deshalb werden wir hier Personal abbauen und in anderen Ländern aufbauen.« Deutschland bleibe zwar »unser zentraler Standort«, die Wertschöpfung werde jedoch internationaler organisiert.
IAV entwickelt unter anderem Software und Elektronik- und Fahrzeugarchitekturen. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen weltweit rund 6.600 Mitarbeiter. (AFP/jW)
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