EZB: Anlaufkosten der Banken für Digital-Euro vier bis sechs Milliarden Euro
Mailand. Mit der Einführung eines digitalen Euro müssen sich europäische Banken auf Kosten im einstelligen Milliardenbereich einstellen. »Unsere Schätzungen, basierend auf Hinweisen der Banken, gehen von Implementierungskosten zwischen vier und sechs Milliarden Euro über vier Jahre aus«, sagte der Direktor der Europäischen Zentralbank (EZB), Piero Cipollone, am Donnerstag vor einem italienischen Parlamentsausschuss. Er verwies darauf, dass dies nur etwa drei Prozent der jährlichen Ausgaben entspreche, die Finanzinstitute allein für die IT-Systemwartung aufwendeten.
Der digitale Euro ist bislang nur ein Vorhaben: Die EZB wartet weiter auf grünes Licht aus Brüssel. Falls die Verordnung zur Einführung des digitalen Euro dieses Jahr angenommen wird, könnten ein Pilotprojekt und erste Transaktionen ab Mitte 2027 über die Bühne gehen. Die Europäische Zentralbank (EZB) arbeitet derzeit an der Auswahl von Teilnehmern, die an der Pilotphase des digitalen Euro vor dessen offizieller Einführung im Jahr 2029 mitwirken möchten.
Die digitale Version der Gemeinschaftswährung soll das Euro-Bargeld ergänzen, aber nicht ersetzen und überall im Euro-Raum als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Damit sollen die EU-Bürger angeblich unabhängiger werden von US-Anbietern wie Paypal, Apple Pay, Mastercard oder Visa. (Reuters/jW)
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