Die Zeit der gefährlichen Narren
Von Aktion und Kommunikation
Nur eine Stunde die Woche mehr arbeiten – so scherzte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder dieser Tage beim Karneval. Das seien nur zwölf Minuten am Tag. Das werde doch keine Erwerbsbiographie zerstören. Einmal laut gelacht. Das ist ja zum Schießen. Das ist, aufs ganze Erwerbsleben gerechnet, ja nur rund ein Jährchen zusätzlich.
Ja, Karneval beiseite: Das ist zum Schießen. Die größte Anschaffung von Rüstungsgütern in der Geschichte der Bundesrepublik wurde Anfang vergangenen Jahres beschlossen – und die dafür notwendigen Kredite müssen getilgt werden. Und dafür soll die arbeitende Klasse ran. Der Mittelfinger unserer Kampagnengestaltung zeigt diese Woche also gen Bayern.
Wer keine Lust hat, für den Krieg zu schuften oder gar in die Bundeswehr eingezogen zu werden, braucht Informationen und gute Argumente dagegen. Dem sei die junge Welt ans Herz gelegt. Bei uns erfahren Sie, welche Interessen hinter dem Kriegskurs stehen, welchen Zusammenhang er mit Sozialabbau hat und wo sich Widerstand dagegen regt.
Unser Angebot: zehn Wochen junge Welt lesen für nur zehn Euro (wer für den Mindestlohn arbeitet, hat sich das nach 43 Minuten verdient – Markus Söder schneller) – sowohl auf jungewelt.de als auch in der jW-App. Nicht jeder, der bei unserem Bestellformular landet, bestellt auch sofort ein Aktionsabo. Wer wartet, vergisst es unter Umständen. Die Vorsicht ist verständlich: Überall wird man abgezockt. Wer nicht aufpasst, läuft Gefahr, in eine Abofalle zu tappen. Die eigenen Daten landen im Adresshandel, und das E-Mail-Postfach füllt sich mit unerwünschter Werbung. Die Skepsis gegenüber Onlineabobestellungen ist groß.
Wir möchten Sie beruhigen: Bei uns brauchen Sie sich darüber keine Sorgen zu machen. Wir fragen nur notwendige Daten ab. Alle Angaben bleiben auf unseren eigenen Servern und werden niemals an Dritte weitergegeben. Haben Sie noch Bedenken oder Fragen zur Datensicherheit? Dann rufen Sie gern unseren Aboservice an – dort bespricht man Ihre Anliegen persönlich mit Ihnen und berät Sie ausführlich.
Die Aktion läuft bald aus. Machen Sie noch einmal Wirbel in Ihrem Umfeld, und betonen Sie, dass man bei der jW in puncto Datensicherheit kein Risiko eingeht und nicht in eine Abofalle tappt. Und, dass es effizientere Formen der Produktivkraftentwicklung gibt als die Verlängerung des Arbeitstages.
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Leserbrief von Norbert S. aus Berlin (23. Februar 2026 um 13:19 Uhr)Wenn es spätestens ab April zukünftig auf dem deutschsprachigen Markt der Printmedien in Deutschland, Österreich und der Schweiz, nicht zuletzt auch in den großen deutschsprachigen Regionen in Frankreich (v.a. Elsass-Lothringen; 1,2 Millionen), Italien (Südtirol; 310.000) etc. keine einzige mehr oder minder linke Tageszeitung mehr gibt, zumal keine marxistische, dann muss uns bewusst werden, welche fundamentale Bedeutung die Tageszeitung junge Welt damit erhält und welche entscheidend schwerwiegende Verantwortung sie damit trägt, diesen Status dauerhaft perspektivisch zu erhalten. Ihre Einzigartigkeit als »rote Kronjuwelen« des unbestechlichen, konsequent linken Journalismus, kennzeichnet sie als hellen Leuchtturm außerhalb des austauschbaren grauen Einheitsbreis des heutigen manipulativen Mainstreams in der Hand schwerreicher Medienunternehmerfamilien im Fahrwasser der politischen Vorgaben der Bundesregierung und ihrer medialen Speichellecker mit ihrer Schleimspur. Deshalb braucht die junge Welt weiterhin dringend und noch verstärkt die Kraft und Unterstützung aller ihrer Leser, denen es in diesem Sinne um den Erhalt der marxistischen Tageszeitung und die konsequente Erhöhung der Auflagenzahlen als Herzensanliegen geht – für ein bissiges, angriffslustiges Medium, das den Herrschenden jeden Tag erneut die Zähne zeigt. Von links, wo das Herz ist!
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Leserbrief von Onlineabonnent/in Heinrich H. aus Stadum (20. Februar 2026 um 20:23 Uhr)Ich hab' den Google gefragt: »anteil 35-stundenwoche«. Da kommen witzige Funde wie »Wieviel Prozent hat eine 35-Stunden-Woche?, Wie rechne ich Arbeitszeit in Prozent aus?« und mehr Blödsinn dieser Art zutage. Ich habe darauf verzichtet, die Frage zu verändern, um mehr über das zu erfahren, was ich wissen wollte. Also zurück zum Söder Markus und der Arbeitszeitdebatte. Anscheinend liest nicht nur er keine Zeitung. Sonst wüsste er, dass allüberall in Deutschland Arbeitsstellen und damit die Menge an (bezahlten) Arbeitsstunden abgebaut werden. Aber nicht nur das. Es stehen noch weitere Stundenkontingente zur Disposition: In Tarifbereichen, für die »eigentlich« die 35-Stundenwoche gelten sollte, gibt es die 40-Stundenwoche durch Ausnahmeregelungen und Flexibilisierungsmöglichkeiten. In Bereichen, in denen die 40-Stundenwoche üblich/verbreitet ist, geht durchaus das Gespenst der Arbeitszeitverkürzung mit Lohnkürzung um. Grund: »Kostensenkung«. Söder und Co. lesen also nicht nur keine Zeitung, sie reden auch nicht mit Managern und fragen sie nach deren Plänen. Zum Thema »Fachkräftemangel« passen solche Planungen des Managements auch nicht. Frage: Haben wir es mit Verarschung zu tun, oder mit einer Kommunikationsstörung?
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