-
17.02.2026
- → Natur & Wissenschaft
Alten Plünderern auf der Spur
Lund. Das sogenannte Hjortspringboot im Nationalmuseum in Kopenhagen ist das älteste bekannte Boot aus dem Gebiet des heutigen Dänemarks. Das Plankenboot, das auf 350 v. u. Z. datiert wird, wurde zwar bereits 1921 ausgegraben, doch erst in jüngster Zeit sind Fortschritte bei der Erforschung erzielt worden. Archäologen um Mikael Fauvelle von der Universität Lund haben im Dezember 2025 eine neue Studie zu dem Boot veröffentlicht. Die Forscher untersuchten unter anderem die Seile mit einer Radiokarbondatierung und die Zusammensetzung der Dichungsmasse mit einer Gaschromatographie. Bei dem wasserabweisenden Material, das beim Bootbau verwendet wurde, handelt es sich um mit Kiefernharz vermischtes Tierfett. Das lässt vermuten, dass das Boot von der östlichen Ostseeküste stammt, wo es in der Zeit – anders als in Dänemark – ausgedehnte Kiefernwälder gab. Der bemerkenswerteste Fund aber ist ein menschlicher Fingerabdruck, der sich in einer Abdichtung erhalten hat. An der auf den Funden zahlreicher Waffen basierenden früheren Einschätzung, dass es sich bei dem Boot um ein Militärschiff handelte, das Teil eines Invasionstrupps Dänemarks war, ändern die neuen Entdeckungen jedoch nichts. (jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
