Mutmaßlich homophober Angriff auf Schiedsrichter
Köln. Die Kölner Polizei ermittelt nach einem mutmaßlichen gwaltsamen Angriff auf einen Schiedsrichter. Der Vorfall ereignete sich laut Infomationen von T-Online in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag an dem Wohnort von Pascal Kaiser, wo er von Unbekannten angegriffen worden sein soll. Laut der französischen Sportzeitung L›Equipe, die zuerst über den Vorfall berichtet hatte, soll Kaiser zuvor Drohungen erhalten haben, in denen auch seine Adresse genannt worden sein soll. Die französische Zeitung veröffentlichte auch ein Foto des Schiedsrichters, das ihn mit einem blauen Auge zeigt. Dieses hatte er der Redaktion demnach zur Verfügung gestellt. Kaisers Rechtsanwalt Moritz Lange habe der Kölner Lokalredaktion von T-Online am Dienstag auf Anfrage gesagt, dass sein Mandant ohne Vorwarnung von drei Männern attackiert worden sei.
Der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hatte Kaiser am 30. Januar im Rahmen eines Diversity-Spieltags einen ganz besonderen Moment verschafft. Er machte da seinem langjährigen Partner Moritz vor dem Anpfiff der Partie gegen den VfL Wolfsburg (1:0) über das Stadionmikro einen Heiratsantrag. »Ich möchte mich nicht verstecken, sichtbar sein. Nicht laut, provokant, sondern ehrlich. Ich will, dass jeder sieht, dass ich diesen Menschen liebe. Einen Mann, als Mann, im Fußball«, sagte der FC-Fan, der als Unparteiischer bis in die Landesliga pfeift und nach seinem Coming Out 2022 einer der wenigen sichtbar queeren Menschen im deutschen Fußball ist. (AFP/jW)
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