EZB: Mehr Liquidität zwecks stärkerem Euro
Frankfurt am Main. Um die internationale Rolle des Euro zu stärken, öffnet die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Liquiditätslinie für mehr Länder. Angesichts aggressiver Industriepolitik, steigender geopolitischer Spannungen und gestörter Lieferketten müsse man »Notverkäufen von auf Euro lautenden Wertpapieren auf den globalen Finanzierungsmärkten« vorbeugen, erklärte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Sonnabend auf der Münchner Sicherheitskonferenz den jüngst gefassten Beschluss des EZB-Rats. Das bedeute, dass man Partnern, die in Euro handeln möchten, die Gewissheit geben werde, dass Euro-Liquidität verfügbar ist, falls diese benötigt wird. Die im Fachjargon als Eurep bekannte Liquiditätslinie steht derzeit nur wenigen Nachbarländern der Euro-Zone zur Verfügung. Die Ausweitung soll im dritten Quartal greifen. Zentralbanken außerhalb des Euroraums können dann bis zu 50 Milliarden Euro gegen auf Euro lautende marktgängige Sicherheiten aufnehmen. »Die Verfügbarkeit eines Kreditgebers letzter Instanz für Zentralbanken weltweit stärkt das Vertrauen in Investitionen, Kreditaufnahme und Handel in Euro, da der Zugang auch bei Marktturbulenzen gewährleistet ist«, betonte Lagarde.(Reuters/jW)
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