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FGM_C: Zahlen in der BRD steigen

Im Jahr 2024 haben die Vereinten Nationen in 94 von 195 Ländern Fälle von »Female Genital Mutilation_Cutting« (FGM_C, dt.: weibliche Genitalverstümmelung/Beschneidung) dokumentiert. Schätzungen zufolge leben weltweit 230 Millionen betroffene Frauen und Mädchen. Genaue Zahlen liegen für 31 Staaten vor. Besonders viele Betroffene gibt es demnach in Ländern Afrikas, Asiens und des Nahen und Mittleren Ostens. Die Weltgesundheitsorganisation definiert FGM_C als »jede teilweise oder totale Entfernung oder sonstige Verletzung der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane aus nichtmedizinischen Gründen«.

Eine vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegebene Studie kam im vergangenen Jahr zu dem Schluss, dass in Deutschland Ende 2024 schätzungsweise rund 123.000 Frauen und Mädchen lebten, die von einer FGM »bereits betroffen sind oder als bedroht gelten«. 86.500 volljährige Frauen haben demnach bereits eine Form der FGM erlitten, 83 Prozent mehr als noch im Jahr 2017. 25.000 Mädchen gelten als »gefährdet«. Ihre Zahl hat seit 2022 um fast ein Viertel zugenommen. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.02.2026, Seite 15, Feminismus

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