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Raumfahrt

Vermutlich gefunden: »Luna 9«

London. Nach einer Suche mittels KI könnte der Landeplatz der sowjetischen Mondsonde »Luna 9« identifiziert worden sein. Forscher um Lewis Pinault vom University College London meldeten einen möglichen Erfolg. Sie hatten für ihre Fahndung ein ursprünglich für die Detektion von Mikropartikeln entwickeltes KI-Modell modifiziert. Das künstliche neuronale Netzwerk wurde trainiert, menschengemachte Artefakte in hochaufgelösten Aufnahmen des Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) zu erkennen. Als Trainingsobjekte dienten Landeplätze mehrerer Apollo-Missionen, deren Landemodule sich bis heute auf der Mondoberfläche befinden. 1966 war »Luna 9« die erste weiche Mondlandung in der Geschichte der Raumfahrt gelungen. Seit Ende 1950er Jahre hatten die USA und die Sowjetunion versucht, unbemannte Sonden auf dem Mond landen zu lassen. Die meisten »Pioneer«- und »Luna«-Sonden scheiterten allerdings beim Anflug oder verfehlten den Mond. 1964 konnte die US-Sonde »Ranger 7« erste Bilder von der Mondoberfläche senden, ihre Landung war aber nicht kontrolliert, sie schlug auf der Oberfläche ein. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.02.2026, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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