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Aus: Ausgabe vom 28.01.2026, Seite 15 / Antifaschismus

Australien: Gewalt beim »Invasion Day«

Canberra. Anlässlich des australischen Nationalfeiertages gingen am Montag Zehntausende Menschen in mehreren Städten des Kontinents auf die Straße, um an die britischen Kolonialverbrechen gegen die Ureinwohner Australiens zu erinnern. Aborigines, antikoloniale und antirassistische Gruppen betrachten den 26. Januar als »Invasion Day«, da an diesem Tag im Jahre 1788 die sogenannte First Fleet nahe der heutigen Stadt Sydney landete.

Australische Rechte und Faschisten mobilisierten zu einem »Marsch für Australien« und gerieten laut Medienberichten in mehreren Städten mit Teilnehmern des »Invasion Day«-Gedenkens aneinander. In Melbourne kam es zu Zusammenstößen zwischen etwa zwei Dutzend der mehr als 500 Teilnehmer der Antieinwanderungskundgebung mit Demonstranten der 30.000 Menschen zählenden »Invasion Day«-Kundgebung. In Sydney folgten etwa 18.000 Menschen dem Aufruf zur »Invasion Day«-Erinnerung, während beim dortigen »Marsch für Australien« 2.000 Menschen gezählt wurden. In Perth wurde die »Invasion Day«-Veranstaltung abgebrochen, nachdem ein Mann einen Gegenstand in die Menge geworfen hatte, der von der Polizei als möglicher Sprengsatz identifiziert wurde. Beamte nahmen anschließend den 31jährigen mutmaßlichen Werfer fest. An mehreren »Marsch für Australien«-Kundgebungen nahmen auch Kader und Anhänger der mittlerweile aufgelösten Neonazigruppe »National Socialist Network« teil. (jW)

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