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27.01.2026
- → Natur & Wissenschaft
Herzinsuffizienz durch Umwelteinflüsse
Mainz. In Deutschland sind mehr als vier Millionen Menschen von Herzinsuffizienz betroffen. Die chronische Erkrankung, bei der das Herz an Kraft verliert und nicht mehr genug Blut durch den Körper pumpt, wird etwa durch Infarkt oder Herzmuskelentzündungen ausgelöst oder entsteht durch ein Zusammenspiel mehrerer Risikofaktoren. Bislang standen dabei meist nur die rein körperlichen Faktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes im Fokus der Wissenschaft. Forscher um den Kardiologen Omar Hahad vom Zentrum für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz haben sich in ihrer in Nature erschienenen Studie »The environmental exposome in heart failure risk and progression« untersucht, wie externe Umwelteinflüsse die Entstehung einer Herzinsuffizenz befördern. Faktoren sind dabei unter anderem Feinstaub, Verkehrslärm, heiße Temperaturen und schädliche Metalle wie Blei oder Cadmium. Entscheidend sei vor allem, ob mehrere solcher Faktoren über einen langen Zeitraum hinweg auf den Menschen einwirken. Arme Menschen haben daher ein höheres Risiko, an Herzinsuffizienz zu erkranken, da sie häufiger in Gegenden mit hoher Lärmbelastung und schlechter Luft leben. (jW)
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