Neue alte Graffitis in Pompeji entdeckt
Pompeji. Vor rund 40.000 Jahren kritzelten Urmenschen Jagdszenen an Höhlenwände und erfanden damit eine frühe Form der Graffiti. 39.000 Jahre später war diese Kunstform maßgeblich weiterentwickelt und populär geworden, wie neue archäologische Funde im Rahmen des Forschungsprojekts »Corridor Whispers« in Pompeji vergangene Woche nahegelegt haben. Entdeckt wurden unter anderem eine Zeichnung kämpfender Gladiatoren und das Versatzstück einer romantischen Botschaft: »Erato liebt …« In der 79 v. u. Z. vom ausbrechenden Vesuv zerstörten Stadt haben Louis Autin und Eloïse Letellier-Taillefer von der Sorbonne sowie Marie-Adeline Le Guennec von der Universität Québec dank neuer Methode 79 neue Inschriften auf einer etwa 30 Meter langen Wand entdeckt, die als bestens erforscht galt. Beim Reflectance Transformation Imaging (RTI) werden Objekte unter verschiedenen Beleuchtungswinkeln aufgenommen und darauf mittels Kombination von Bildmessungsverfahren und epigraphischen Metadaten selbst nach jahrhundertelanger Erosion kleinste Kratzer sichtbar gemacht. »Diese Technologie ist der Schlüssel, der neue Räume der antiken Welt öffnet«, freute sich Gabriel Zuchtriegel, Direktor der archäologischen Stätte. Das würde Erato gefallen. (Reuters/jW)
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