IAV fordert weiteren Verzicht und Stellenabbau
Hannover. Die IG Metall hatte mit der Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV) in der Vergangenheit einen Zukunftssicherungstarifvertrag abgeschlossen, der erhebliche Zugeständnisse der Beschäftigten beinhaltete. Verzicht in zweistelliger Millionenhöhe sowie der Abbau von 600 Arbeitsplätzen im Laufe der vergangenen zwei Jahre wurden akzeptiert, verbunden mit dem klaren Versprechen der Geschäftsführung, neue Aufträge zu akquirieren und zusätzliche Geschäftsfelder zu erschließen. Nun fordert die IAV, einer der global führenden Technologiepartner der Autoindustrie, weitere drastische Maßnahmen, wie die IG Metall am Mittwoch erklärte. So etwa den Abbau von weiteren rund 1.500 Arbeitsplätzen bis Ende des Jahres, Einkommenseinbußen durch Arbeitszeitabsenkungen (rund 45 Millionen Euro jährlich), das Aussetzen der Entgelterhöhung von 3,3 Prozent, die im Januar fällig wäre (weitere 14 Millionen Euro), und eine tarifliche Nullrunde (elf Millionen Euro). Damit würde die Belegschaft ihren eigenen Stellenabbau bezahlen. »Hier werden erneut Opfer verlangt, ohne dass klar ist, wohin der Weg führt, sagte Thilo Reusch, Verhandlungsführer der IG Metall. Zentrale Forderung der IG Metall sei nun Transparenz. Bis heute habe die Geschäftsführung keine belastbaren Angaben zu künftigen Arbeitsstrukturen gemacht. (jW)
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