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Aus: Ausgabe vom 10.01.2026, Seite 3 / Abgeschrieben

»Wir haben es satt!« Aufruf zur Demonstration am 17. Januar

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Das Bündnis »Wir haben es satt!« fordert in einer Pressemitteilung von Donnerstag von der Bundesregierung eine zukunftsfähige Agrarpolitik und ruft zur Teilnahme an der Demonstration »Wir haben es satt!« am 17. Januar 2026 in Berlin auf:

Haltung zeigen! Mit dieser Forderung geht das »Wir haben es satt!«-Bündnis am 17. Januar in Berlin auf die Straße. Rund 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Zivilgesellschaft demonstrieren für eine bäuerliche, umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft. Sie kritisieren die schwarz-rote Bundesregierung, die einen agrarpolitischen Rückschritt nach dem anderen beschließt. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat die Förderung einer besseren Tierhaltung gestrichen, zugleich verschleppt er die Einführung einer staatlichen Tierhaltungskennzeichnung. Unter der Überschrift »Bürokratieabbau« wird die Axt an Regelungen für Klima-, Umwelt- und Tierschutz gelegt. Und wenn in der EU die Deregulierung von Gentechnik und Pestiziden vorangetrieben wird und Fördergelder für Gemeinwohlleistungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zusammengestrichen werden, schaut Berlin nur zu.

Von dieser Politik profitieren Agrochemiekonzerne und die exportfixierte Fleisch- und Milchindustrie, während Verbraucher und Bauern verlieren. In Deutschland kosten Lebensmittel heute etwa 30 Prozent mehr als 2021, berichtet die Verbraucherzentrale. Das trifft vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen, die prozentual mehr von ihrem Geld für Essen ausgeben müssen. Gleichzeitig erhalten Bäuerinnen und Bauern trotz hoher Lebensmittelpreise keine kostendeckenden Preise für ihre Produkte. Die Konsequenz: Jedes Jahr schließen rund 2.600 landwirtschaftliche Betriebe, das Höfesterben hält ungehindert an. Demgegenüber steht die Marktmacht im Lebensmitteleinzelhandel, die jüngst auch im Bericht der Monopolkommission offengelegt wurde. Hier ist die Bundesregierung in der Pflicht, eine gerechtere Verteilung in der Wertschöpfungskette durchzusetzen. (…)

Xenia Brand, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL): »Wir wollen viele und vielfältige Höfe. Der agrarpolitische Handlungsbedarf ist enorm. Die GAP-Gelder müssen zukünftig konsequent an die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern für Umwelt, Tierwohl und Gesellschaft geknüpft werden. (…) Vielfältige Höfe sichern unsere Ernährung, stärken den ländlichen Raum und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu Klima-, Umwelt- und Sozialzielen. (…)«

Olaf Bandt, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): »(…) Die aktuelle Regierung ist im Rückwärtsgang und wickelt viele positive Entwicklungen der letzten Jahre ab. Statt unser Grundwasser besser zu schützen, wird das Düngerecht verwässert und werden Pestizide dereguliert. Statt die Haltungsbedingungen von Tieren auf allen Produkten, im Supermarkt wie auch in Restaurants, endlich transparent, eindeutig und staatlich kontrolliert zu kennzeichnen, wird die Tierhaltungskennzeichnung immer weiter verschoben. Statt Betriebe beim Umbau zu besserer Tierhaltung zu unterstützen, wird genau diese Unterstützung gestrichen. (…)«

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