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Waldbrände schädlicher als gedacht

Beijing. Dass Waldbrände nicht gerade gut für die Umwelt sind, weiß jedes Kind. Doch Wissenschaftler um Lyuyin Huang von der Tsinghua-Universität in Beijing haben herausgefunden, dass sie sogar noch schädlicher sind als gedacht. Das betrifft vor allem die Luftverschmutzung: Waldbrände setzen rund 21 Prozent mehr schädliche Partikel in die Luft frei als bisher angenommen, darunter nicht nur Kohlenstoffdioxid, sondern auch flüchtige organische Verbindungen. Die Schädlichkeit der Emissionen sei damit ungefähr mit derjenigen zu vergleichen, die der Mensch durch Industrie erzeugt. Die chinesischen Forscher weisen in ihrer im Dezember 2025 in Environmental Science & Technology veröffentlichten Studie zudem darauf hin, dass die schädlichsten Feuer nicht in Wäldern, sondern auf trockenen Grasflächen stattfinden. Die meisten Schadstoffe geraten daher durch Brände in Australien, Neuseeland und dem südlich des Äquators liegenden Teil Afrikas in die Luft. Für ihre Untersuchung haben die Wissenschaftler Daten von Waldbrandemissionen aus dem Zeitraum von 1997 bis 2023 gesammelt und dazu Laborexperimente durchgeführt, um berechnen zu können, wieviel Schadstoffe freigesetzt werden. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.01.2026, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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