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20.11.2025
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Streit um Diego
Neapel. In der Auseinandersetzung um einen Gedenkort für Diego Maradona hat Neapels Bürgermeister eine Einigung verkündet. Der bislang auf privatem Grund befindliche Largo Maradona solle der Gemeinde übertragen werden, »um klare Regeln zu gewährleisten«, sagte der parteilose Gaetano Manfredi. Dadurch soll es einfacher werden, Genehmigungen und Gewerbescheine für die dortigen Händler zu erteilen. In Neapel wird Maradona (1960–2020) kultisch verehrt. Dem wahrscheinlich besten Fußballer der Sport-, auf jeden Fall der Vereinsgeschichte haben die Anhänger der SSC Napoli am Largo Maradona ein Denkmal gesetzt. Hier gibt es auch ein riesiges Wandbild des »D10s«. Der kleine Platz im Quartieri Spagnoli (Spanisches Viertel) ist eine der größten Touristenattraktionen der Stadt. Hier bietet eine Vielzahl von Straßenhändlern Maradona-Devotionalien feil. Lizenzen dafür haben nicht alle, auch nicht die vielen Imbissstände. Im Oktober kam es zu einer Polizeirazzia, es hagelte hohe Bußgelder. Aus Protest verhängten die Betreiber Anfang November den Wallfahrtsort mit einer Plastikplane. Da die Stadt vom Tourismus lebt, gab sich Bürgermeister Manfredi nach zwei Wochen kompromissbereit. Fürs erste sind die Planen nun verschwunden. Solange der Frieden hält. (dpa/jW)
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