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Ausbildungsplatzsuche: Herkunft schlägt Leistung

Siegen. Wer einen migrantisch klingenden Namen hat, hat es bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz schwerer als vermeintlich deutsche Bewerber. Wie Forschende der Universität Siegen mittels fiktiver Bewerbungen in einer am Dienstag veröffentlichten Studie herausfanden, bekam ein »Lukas Becker« auf hundert Bewerbungen im Schnitt 67 Antworten, »Habiba Mahmoud« hingegen nur 36. Auch Bewerber mit russisch, hebräisch oder türkisch klingenden Namen schnitten schlechter ab. Selbst deutlich bessere Schulnoten, soziales Engagement oder die Teilnahme am Bundeswettbewerb »Jugend forscht« änderten nichts daran, »dass Herkunft Leistung schlägt«. In begleitenden Befragungen nannten Betriebe zudem als häufigste Sorgen mögliche Sprachbarrieren, kulturelle Distanz, fehlende Aufenthaltsgenehmigungen und einen befürchteten Mehraufwand im Umgang mit Behörden und zusätzlicher Bürokratie. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.07.2025, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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