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Aus: Ausgabe vom 18.12.2004, Seite 16 / Aktion

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jW- die Zeitung gegen den Krieg

Liebe Leserinnen und Leser,

in wenigen Monaten begeht die Welt den 60. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. Der 8. Mai 2005 wird in einer Zeit stattfinden, in der Krieg und Kriegsgefahr bestimmend für die internationalen Beziehungen sind. Deutsche Kriege und deutsche Kriegsbeteiligung sind wieder Alltag. Mehr als 40mal hat der Bundestag Auslandseinsätzen der Bundeswehr zugestimmt – zuletzt routinemäßig und fast nur noch gegen die Stimmen der beiden PDS-Abgeordneten.

Die junge Welt versteht sich als Antikriegszeitung und widmet einen großen Teil ihrer Berichterstattung den politischen Kräften, die militärische Intervention zu einem normalen Bestandteil der Weltordnung machen wollen, und jenen, die dagegen wirksamen, auch bewaffneten Widerstand leisten. Krieg ist die Fortsetzung einer bestimmten Politik mit anderen Mitteln. Ob die sich wie in der Bundesrepublik linksliberal gibt oder wie in den USA fundamentalistisch-konservativ, macht für Kriegsopfer, die angegriffenen Länder und in den Kriegszielen keinen Unterschied. Es geht um Einflußsphären, Rohstoffe und das, was als »Stabilität« bezeichnet wird, letztlich um eine neue Art von Kolonialkriegen.
Den wechselnden Rechtfertigungen für die Aggressionen der vergangenen Jahre traten die junge Welt-Autoren vom Standpunkt des klassischen Völkerrechts und einer auf Frieden ausgerichteten Politik im Interesse der Überfallenen entgegen. Ob »humanitäre Intervention« zur »Verhinderung von Auschwitz« (Joseph Fischer) in Jugoslawien 1999, ob »Krieg gegen den Terror« in Afghanistan 2001 oder »Beseitigung von Massenvernichtungswaffen« im Irak 2003 – die junge Welt bekämpfte an der Seite der Friedensbewegung konsequent die Kriegsideologie.

Bei der Gewöhnung der bundesdeutschen Bevölkerung an Krieg von deutschem Boden aus hat die Bundesregierung aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen zur Zufriedenheit der Konservativen den Durchbruch geschafft. Bundeskanzler Schröder antwortete auf die Frage nach seiner größten Leistung: die »Enttabuisierung des Militärischen«. Das Wort von der »Landesverteidigung am Hindukusch«, das eine grundgesetzwidrige Definition der Verteidigung enthält, wird öffentlich nicht mehr diskutiert. Die Mainstreammedien sind bei Krieg gleichgeschaltet und fungieren als Propagandamaschinen. Es beginnt immer mit einer Lüge wie im Fall des »Massakers« von Racak 1999.

Die junge Welt bot ihren Lesern nicht nur damals die nötigen Informationen. Der Medienwissenschaftler Horst Müller bescheinigte kürzlich in der Frankfurter Rundschau den jW-Lesern einen »absoluten Wissensvorsprung« bei der Berichterstattung über die Folter im Gefängnis Abu Ghraib in Irak. Diesen Vorsprung möchten wir ausbauen. Unsere Basis dafür sind mehr Abonnements.

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