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Lage in Gaza schlimmer als jemals zuvor

London. Nach acht Wochen israelischer Blockade aller Hilfs- und anderer Lieferungen gleiche die Situation in Gaza einem »Alptraum«, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Hilfsorganisation Oxfam. Zusätzlich verbreite die israelische Armee mit ihren Angriffen, Evakuierungsanordnungen und Vertreibungen Terror. Zuvor hatte am Dienstag bereits die UNO gemahnt, dass die humanitäre Lage in dem Küstenstreifen die schlimmste seit Oktober 2023 sei. Am gleichen Tag forderten auch Großbritannien, Frankreich und Deutschland Israel auf, die Abriegelung Gazas sofort aufzugeben.

Davon unbeeindruckt, verlangten ultrarechte Regierungsvertreter in Israel wie Finanzminister Bezalel Smotrich am Dienstag abend auf einer Sitzung des sogenannten Sicherheitskabinetts ein härteres Vorgehen in Gaza, wie dpa unter Berufung auf israelische Medien berichtete. Dazu gehöre eine Bodenoffensive zur Eroberung des Gazastreifens unter Einberufung zahlreicher Reservisten. Ziel sei die komplette Zerstörung der Hamas. Der sogenannte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas erklärte am Mittwoch, die Hamas in Gaza solle die Waffen niederlegen und der ihm unterstehenden Nationalbehörde in Ramallah übergeben. Vor allem aber müssten »die Staats- und Regierungschefs der Welt« Israel zwingen, den Krieg im Gazastreifen zu beenden.

Bei israelischen Angriffen unter anderem auf ein Schulgelände in Gaza-Stadt sind am Mittwoch laut Reuters mindestens 20 Menschen getötet worden. Ebenfalls in Gaza-Stadt wurde nach Angaben lokaler Behörden das Kinderkrankenhaus Durra von einer Rakete getroffen. Dadurch seien die Intensivstation und die Stromversorgung schwer beschädigt worden. (dpa/Reuters/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.04.2025, Seite 6, Ausland

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