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US-Hochschulen wenden sich gegen Regierung

Washington. Vor dem Hintergrund des Streits um akademische Unabhängigkeit haben mehr als 100 US-Universitäten und -Hochschulen am Dienstag in einem offenen Brief Einflussnahme von seiten der US-Regierung angeprangert. Sie seien offen für »konstruktive Reformen«, müssten sich jedoch »unangemessener Einmischung der Regierung« widersetzen, schreiben die Einrichtungen. »Wir müssen die Verwendung von öffentlichen Fördergeldern als Zwangsmittel ablehnen«, erklärten sie weiter. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hatte im März die Überprüfung der staatlichen Unterstützung für insgesamt 60 Bildungseinrichtungen verkündet. Als Grund nannte sie angeblichen Antisemitismus an den Universitäten im Zuge propalästinensischer Demonstrationen. Anders als die Columbia-Universität, die eingeknickt ist, verklagte die Harvard-Universität am Montag die US-Regierung. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.04.2025, Seite 1, Ausland

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