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Bessere Überwachung der Böden geplant

Brüssel. Unterhändler der EU-Länder und des EU-Parlaments einigten sich am Donnerstag darauf, dass die Staaten die Gesundheit der Böden anhand einheitlicher Indikatoren erfassen. Den Angaben zufolge soll sich auf erste Schritte geeinigt worden sein, Pestizide und sogenannte Ewigkeitschemikalien in diesem Rahmen zu erfassen. Wie das EU-Parlament betonte, sind schätzungsweise 60 bis 70 Prozent der Böden unter anderem wegen intensiver Landwirtschaft und des Klimawandels in schlechtem Zustand. Es entstehe nach Angaben der EU-Kommission ein Schaden von mindestens 50 Milliarden Euro pro Jahr. Laut EU-Staaten sind gesunde Böden die Grundlage für 95 Prozent der Lebensmittel und beherbergen mehr als ein Viertel der biologischen Vielfalt der Welt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.04.2025, Seite 9, Kapital & Arbeit

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  • Onlineabonnent*in Heinrich H. aus S. 11. Apr. 2025 um 00:17 Uhr
    Wenn ich die Äcker vor meiner Haustür anschaue und einen Vergleich der Maulwurfshügelzahlen anstelle: Auf den Flächen der Monokulturen von Mais für »Bio«gas und Getreide sind keine Maulwurfshügel zu sehen (vielleicht ganz am Rand ein einsamer). viel Leben kann in solchen Böden nicht sein. Die Felder mit Fruchtwechsel oder Weiden wimmeln vor Maulwurfshügeln. Da wimmelt es auch im Boden vor biologischer Vielfalt und Wasser. Die Maulwürfe sind ja nicht blöde.
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