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Saarland: Lafontaine vor U-Ausschuss

Saarbrücken. Am Dienstag hat der Untersuchungsausschuss des saarländischen Landtags, der rechte Anschläge aus den 1990er Jahren im Raum Saarlouis politisch aufklären soll, mehrere geladene Zeugen befragt. Im Fokus des Ausschusses steht der Mord an dem ghanaischen Geflüchteten Samuel Yeboah 1991 und der Umgang der damaligen Landesregierung mit Neonazigewalt, so der SR. Neben dem damaligen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine sollen auch die einstigen Staatssekretäre Roland Rixecker und Richard Dewes als Zeugen vernommen werden. Dewes hatte 1992 in einer Innenausschussitzung erklärt, man kenne jeden Skinhead in Saarlouis, könne aber keinen der 500 Asylsuchenden rund um die Uhr schützen. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.04.2025, Seite 2, Inland

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