Zum Inhalt der Seite

Türkei: İmamoğlu ruft aus der Haft zu Einheit auf

Ankara. Der inhaftierte Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu hat sich am Sonntag aus dem Gefängnis heraus an seine Landsleute gewandt und zur Einheit aufgerufen. »Diejenigen, die glauben, dass wir das Fest nicht feiern können, liegen völlig falsch«, hieß es in einer von seinen Anwälten im Onlinedienst X verbreiteten Mitteilung zum Zuckerfest am Ende des Ramadan. »Denn wir werden definitiv einen Weg finden, zusammen zu sein!« Der politische Rivale von Präsident Recep Tayyip Erdoğan war am 19. März unter anderem wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen worden. Am Sonnabend demonstrierten Hunderttausende Menschen in Istanbul, aufgerufen hatte die sozialdemokratische CHP-Partei des Inhaftierten. Parteichef Özgür Özel sagte in seiner Rede, İmamoğlu sei in Haft, weil er sich dem »Diktator« widersetzt habe. Die CHP fordert eine vorgezogene Neuwahl des Staatsoberhaupts. (AFP/dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 31.03.2025, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!