Zum Inhalt der Seite

Journalist in Kriegschat von US-Regierung

Washington D.C. Der Chefredakteur der Zeitschrift The Atlantic, Jeffrey Goldberg, ist von hochrangigen US-Regierungsmitgliedern in eine vertrauliche Chatgruppe zu den Angriffen auf die Ansarollah im Jemen vom 15. März einbezogen worden. Goldberg berichtete am Montag (Ortszeit), er habe am 13. März eine Einladung zu einer verschlüsselten Gruppe in der Messenger-App Signal erhalten, zu der auch US-Vizepräsident J. D. Vance und Verteidigungsminister Pete Hegseth gehörten. In der Chatgruppe seien Angriffe koordiniert und Ziele sowie Zeitpläne geteilt worden. Abgeordnete der Demokraten forderten eine Untersuchung des Vorfalls. Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates sagte, dass die Chatgruppe authentisch zu sein scheine. Es werde geprüft, wie ein Name versehentlich hinzugefügt werden konnte. Das Weiße Haus leitete eine Untersuchung ein. (dpa/Reuters/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.03.2025, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!