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Telekom-Chef für Kürzungen à la DOGE

Barcelona. Der Telekom-Chef Timotheus Höttges fordert einen Bürokratieabbau in der EU nach dem Vorbild von Elon Musk in den USA. »Was Europa braucht, ist ein DOGE«, sagte Höttges am Montag auf der weltgrößten Mobilfunkmesse MWC in Barcelona. Er sprach in einer Rede gemeinsam mit den Chefs der anderen europäischen Netzbetreiber Orange aus Frankreich, Telefónica aus Spanien und Vodafone aus Großbritannien, hieß es in einem Handelsblatt-Bericht am Montag.

DOGE ist die neue »Abteilung für Regierungseffizienz« und soll die US-Staatsausgaben radikal zusammenstreichen. Sie hat z. B. USAID geschlossen, sich Zugang zum Zahlungssystem des US-Finanzministeriums verschafft und steht hinter den Entlassungen von Tausenden Beschäftigten der US-Verwaltung.

Im Gegensatz zu den USA sei die Telekommunikationsbranche der EU von strenger Regulierung gelähmt, klagte Höttges. »Für mein Geschäft sind 270 verschiedene Regulierungsbehörden zuständig«, sagte Höttges. Es gebe Regulierer für Cybersicherheit, für Datenschutz, für Telekommunikation und andere Themen. Das binde viele Ressourcen. In den USA laufe das Geschäft viel einfacher, sagte Höttges. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.03.2025, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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