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Deutlich mehr tätliche Angriffe auf Journalisten

Brüssel. Tätliche Angriffe auf Journalisten nehmen einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Europarats zufolge deutlich zu – besonders in der Ukraine und Georgien. In Europa sei die Zahl im vergangenen Jahr um 26 auf 78 gestiegen, wie der Bericht zeigt. Allein aus der Ukraine wurden 19 Attacken gemeldet. Hinter der Ukraine folgten Georgien, Serbien und die Türkei mit je acht tätlichen Angriffen. In keinem anderen Mitgliedstaat habe sich die Situation für Pressevertreter so drastisch verschlechtert wie in Georgien. Wie in den meisten Fällen sei es dort vor allem bei Demonstrationen zu Angriffen gekommen. In Georgien war es unter anderem wegen Gesetzen zum Ende der ­EU-Beitrittsverhandlungen zu vom Westen unterstützten Protesten gekommen. Doch auch öffentlich-rechtlicher Journalismus werde immer wieder zur Zielscheibe politischer Akteure, entweder durch versuchte Einflussnahme oder drastisch gekürzte Mittel. Als Negativbeispiele nennen die Autoren des Dokuments etwa Italien und die Slowakei. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.03.2025, Seite 6, Ausland

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