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Hanau: Koalition verunglimpft Mutter

Hanau. Nach der Gedenkfeier am fünften Jahrestag des Anschlags in Hanau hat die Stadtkoalition von SPD, CDU und FDP aufgrund der Rede der Mutter eines Opfers angekündigt, dass es derartige Gedenkveranstaltungen in der hessischen Stadt nicht mehr geben werde. Das berichtete die Nachrichtenagentur epd am Montag. Bei der Feier im Kongresszentrum am 19. Februar hatte Emis Gürbüz ihre Rede mit den Worten begonnen: »Dieses Ereignis ist ein Schandfleck in der Geschichte Hanaus und auch Deutschlands. Deutschland und Hanau schulden mir ein Leben.« Seit 40 Jahren geschähen rassistische Morde in der BRD, ohne dass etwas wirksam dagegen unternommen worden sei. Die Stadt sei am Tod der neun Ermordeten schuldig. »Ich akzeptiere keine Entschuldigung«, sagte Gürbüz. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Pascal Reddig warf der Mutter vor, die Gedenkveranstaltung »missbraucht« zu haben, »um rückwärtsgewandt zu spalten und die schreckliche Tat zu instrumentalisieren«. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.02.2025, Seite 15, Antifaschismus

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