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»Separatisten«: Razzia bei FPÖ-Politiker

Wien. In Österreich ist der Büroleiter des Nationalratspräsidenten in den Fokus der Ermittlungen gegen die deutsche Neonazigruppe »Sächsische Separatisten« geraten. Wie der ORF am Sonnabend berichtete, haben Beamte des österreichischen Verfassungsschutzes zusammen mit Ermittlern aus der BRD in einem Forsthaus im Bezirk Krems, das zum Zeitpunkt der Razzia der Hauptwohnsitz von Rene Schimanek (FPÖ) gewesen sein soll, Nazimemorabilien sowie – laut Kronenzeitung 30 Kilogramm – Munition gefunden. Die von deutschen Beamten im November festgenommenen Brüder Jörg und Jörn S., denen die Mitgliedschaft in der Gruppierung vorgeworfen wird und die sich deshalb in Untersuchungshaft befinden, sollen zugleich die Neffen von Schimanek sein. Das Forsthaus sollte den »Separatisten« offenbar als Rückzugsort nach einem bewaffneten Umsturz dienen. Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ) verwies in einer Stellungnahme gegenüber APA auf die Unschuldsvermutung als »hohes Gut«. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.02.2025, Seite 15, Antifaschismus

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