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Verkümmertes Urteilsvermögen

Pittsburgh. Einer Studie des IT-Konzerns Microsoft und der privaten Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh, Pennsylvania, zufolge führt eine häufige Nutzung von KI-Tools wie etwa Chat-GPT zur Schwächung kritischen Denkens. Im Rahmen der Studie wurden 319 Wissenschaftler befragt, wie sie künstliche Intelligenz einsetzen, wie groß ihr Vertrauen darin ist und wie sicher sie sind, ihre Aufgaben auch ohne KI bewältigen zu können. Ein höheres Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten korrelierte dabei mit Skepsis gegenüber der KI. Wissenschaftler, die mehr Vertrauen in KI hatten, waren auch weniger skeptisch gegenüber den gelieferten Ergebnissen und weniger überzeugt von den eigenen Fähigkeiten. Insbesondere Aufgaben, die als wenig anspruchsvoll betrachtet wurden, wurden oft nicht noch mal überprüft, nachdem sie an KI-Tools ausgelagert worden waren. In gewissem Gegensatz zu der Studie betonen die Autoren dennoch, dass KI zur Ergänzung der menschlichen Arbeit nützlich sei. »Wenn KI uns herausfordert, steigert sie nicht nur die Produktivität, sondern führt auch zu besseren Entscheidungen und besseren Ergebnissen«, so Lev Tankelevitch von Microsoft Research. Gewarnt wird lediglich vor langfristigen Folgen. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.02.2025, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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