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Marokko: Streiks gegen Streikregulierung

Rabat. Die marokkanische Abgeordnetenkammer hat am Montag in erster Lesung ein Streikgesetz gebilligt, das nach Ansicht der Gewerkschaften die Rechte der Arbeiter einschränkt, anstatt sie zu schützen. Die Confédération Démocratique du Travail (CDT), die Union Marocaine du Travail (UMT) und andere Gewerkschaften riefen deshalb für Mittwoch und Donnerstag zu einem landesweiten Generalstreik auf. Neben der Streikregulierung kritisieren die Organisationen den Plan, den Nationalen Fonds für soziale Reserveorganisationen (CNOPS) mit dem Nationalen Fonds für soziale Sicherheit (CNSS) zu verschmelzen, wie der Weltgewerkschaftsbund Industriall am Dienstag erklärte. Den Gewerkschaften zufolge würden die Reformen die hart erkämpften Errungenschaften der Arbeiter aushöhlen, die Gewerkschaftsrechte schwächen und die Leistungen der versicherten Beschäftigten beeinträchtigen. Die marokkanischen Gewerkschaften kritisieren die Regierung auch für ihren Umgang mit der Inflation und fordern mit dem Streik zugleich Preiskontrollen zur Begrenzung der Inflation und der Spekulation. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.02.2025, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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