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Bahn: Union stellt Sanierung in Frage

Berlin. Mit großangelegten Sanierungen wichtiger Strecken verspricht die Deutsche Bahn (DB) ihren Fahrgästen wieder mehr Pünktlichkeit – doch die Union ist nicht überzeugt und will das Vorgehen im Falle eines Wahlsiegs überprüfen. Zwar sei eine grundlegende Sanierung des Netzes längst überfällig, teilte der stellvertretende Fraktionschef Ulrich Lange (CSU) auf dpa-Anfrage am Sonntag mit. »Die sogenannten Generalsanierungen, die die DB auf 41 ausgewählten Strecken durchführen will, sind allerdings nicht mehr als Schummelsanierungen.« Bauwerke wie Brücken, für deren Sanierung ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren notwendig sei, blieben außen vor. »Statt dessen wird ein bisschen an Oberleitungen, Weichen und Stellwerken herumlaboriert«, kritisierte Lange. Das werde dazu führen, dass die Strecken in wenigen Jahren erneut angegangen werden müssten. Die Generalsanierung ist ein Projekt der DB, das unter Verkehrsminister Volker Wissing (parteilos) erdacht worden war. Insgesamt sollen mehr als 40 vielbefahrene Streckenkorridore in den nächsten Jahren umfassend modernisiert und die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit im Bahnverkehr wiederhergestellt werden.(dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.02.2025, Seite 5, Inland

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