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Union Busting in Irland stark ausgeprägt

Dublin. Die irischen Gewerkschaften warnen seit langem vor gewerkschaftsfeindlichem Verhalten in irischen Unternehmen. Eine neue Untersuchung, über die irische Medien am Mittwoch berichteten, hat nun ergeben, dass die geltenden Gesetze »wenig« dazu beitragen, dies zu verhindern oder aktive Gewerkschafter zu schützen. Demnach gaben 69 Prozent der Befragten an, mindestens eine Form gewerkschaftsfeindlichen Verhaltens seitens der Vorgesetzten beobachtet zu haben, wobei die häufigsten Fälle die Schikanierung aktiver Gewerkschaftsmitglieder (42 Prozent) und die Entmutigung von Beschäftigten, einer Gewerkschaft beizutreten (40 Prozent), waren. 29 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen Alternativen zur Gewerkschaft geschaffen habe, wie z. B. ein nicht gewerkschaftlich organisiertes Mitarbeiterforum, während 25 Prozent sagten, dass ihr Vorgesetzter Gewerkschaftsorganisatoren den Zugang zum Arbeitsplatz verweigere. Die Kampagne »Respekt am Arbeitsplatz« hat die Studie zusammen mit Wissenschaftlern der Queen’s University Belfast durchgeführt. Sie basiert auf einer Umfrage unter 159 Gewerkschaftsaktiven in Unternehmen von den vier Gewerkschaften SIPTU, Financial Services Union, Communications Workers Union und Mandate. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.10.2024, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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