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Mann gesteht Tötung von Flüchtling

Waldshut-Tiengen. Ein 58jähriger hat vor Gericht gestanden, einen 38jährigen Mann in einer Unterkunft für Asylsuchende im Kreis Waldshut getötet zu haben. »Ich habe zweimal geschossen«, sagte der Angeklagte zum Auftakt des Prozesses in Waldshut-Tiengen am Montag. Er habe aus Notwehr gehandelt, weil er zuvor angegriffen worden sei. Bei dem Opfer handelt es sich um einen 38jährigen Mann aus Tunesien, der in der Unterkunft lebte. Die Anklage wirft dem Deutschen Totschlag und unerlaubten Waffenbesitz vor. Er soll nach der Tat Ende Dezember die Leiche des Opfers in einen Wald gebracht haben. Tage später habe er den Toten in einem Schrebergarten mit einer Machete in sechs Teile zerlegt, diese in Maschendraht gewickelt und an unterschiedlichen Stellen in den Rhein geworfen, lautet der Vorwurf. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.10.2024, Seite 15, Antifaschismus

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