Zum Inhalt der Seite

EU: Mehr russisches Gas, mehr Ärger

Brüssel. Die EU importiert wieder mehr russisches Gas, doch die EU-Kommission will den Hahn Ende des Jahres zudrehen. Im ersten Halbjahr wurden 25,4 Milliarden Kubikmeter eingeführt, heißt es im »Energiebericht«, den die Kommission am Mittwoch veröffentlichte. Das entsprach 18 Prozent der Importe. Im Vorjahreszeitraum waren es 21,2 Milliarden Kubikmeter und 14 Prozent gewesen. Damit überholte Russland die USA und wurde zum zweitgrößten Lieferanten nach Norwegen. Die Slowakei bezog 70 Prozent ihres Gases aus Russland, Ungarn 69 Prozent und Österreich 44 Prozent. Und dennoch behauptete EU-Energiekommissarin Kadri Simson am selben Tag in Brüssel, die Union sei »bereit, ohne russisches Gas zu leben«. Es bestehe »keine Notwendigkeit«, einen am 31. Dezember auslaufenden Vertrag zum Transit durch die Ukraine zu verlängern. (AFP/dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 12.09.2024, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!