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28.08.2024, 18:59:54
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UNO verlängert Einsatz im Libanon
New York. Inmitten der katastrophalen Lage in Nahost hat der UN-Sicherheitsrat den »Blauhelmeinsatz« im Libanon um ein weiteres Jahr verlängert. Die seit 1978 bestehende UNIFIL-Mission an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon werde bis 31. August 2025 verlängert, hieß es in der am Mittwoch einstimmig verabschiedeten Resolution. Seit Beginn des Gazakrieges haben auch die Gefechte an der israelischen Nordgrenze zugenommen.
Fast täglich beschießen sich derzeit die mit der Hamas verbündete Hisbollah-Miliz und die israelische Armee. Am vergangenen Wochenende hatte die Hisbollah militärische Ziele im Norden Israels in einer Großoffensive mit Drohnen und Raketen unter Beschuss genommen. Die israelische Luftwaffe hatte ihrerseits nach eigenen Angaben zuvor zahlreiche Raketenwerfer der Hisbollah zerstört.
In der am Mittwoch verabschiedeten UN-Resolution zur Verlängerung des UNIFIL-Einsatzes heißt es, der Sicherheitsrat fordere »nachdrücklich, dass alle relevanten Akteure unverzüglich Maßnahmen zur Deeskalation ergreifen, auch im Hinblick auf die Wiederherstellung von Ruhe, Zurückhaltung und Stabilität an der Blauen Linie«. Als »Blaue Linie« wird die im Jahr 2000 von der UNO zwischen dem Libanon und Israel festgezogene Demarkationslinie genannt.
UNIFIL mit derzeit rund 10.000 »Blauhelmsoldaten« ist bereits seit mehr als 40 Jahren im Einsatz, sie ist in einer Pufferzone zwischen Israel und dem Libanon tätig. Anlass für die UNIFIL-Gründung war ein siebentägiger Angriffskrieg Israels gegen Libanon im März 1978. Nach dem rund einmonatigen Krieg zwischen der Hisbollah und Israel im Sommer 2006 wurde sie erweitert.
An UNIFIL ist auch die Bundeswehr mit bis zu 300 Soldaten beteiligt. Ende Juni verlängerte der Bundestag das Mandat für den Libanon bis Juni 2025. Die Bundeswehr beteiligt sich in erster Linie mit Marinekräften an der Überwachung des Seegebiets vor der libanesischen Küste, es sind aber auch deutsche Soldaten an Land stationiert, vor allem im UNIFIL-Hauptquartier. (AFP/jW)
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