Zum Inhalt der Seite

UAW: Beschwerde gegen Musk und Trump

Detroit. Die Autogewerkschaft United Auto Workers (UAW) hat bei der Arbeitsbehörde National Labor Relations Board (NLRB) Beschwerden gegen US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump sowie Tesla-Chef Elon Musk eingereicht. Laut einer Reuters-Meldung von Mittwoch begründete die Gewerkschaft den Schritt damit, dass die beiden Bedrohungen und Einschüchterungen gegen Arbeiter ausgesprochen hätten. Trump hatte Musk in einem zweistündigen Gespräch der beiden Milliardäre als »großen Sparer« gelobt, der Streiks in seinen Unternehmen nicht dulden werde. Musk frage in solchen Fällen sofort: »Sie wollen kündigen?«, hatte Trump gesagt. Die NRLB-Vorsitzender Wilma Liebman erklärte, Musk hätte infolge der Äußerung lediglich gelacht, nicht aber geantwortet. Darum sei es schwierig, den Konzernchef für Drohungen gegen Beschäftigte seiner Unternehmen haftbar zu machen, so Reuters. Die UAW argumentierte in ihrer Mitteilung, Arbeiter wegen Streiks oder der Androhung eines Streiks zu entlassen, sei illegal. Die Gewerkschaft hatte sich kürzlich für Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris ausgesprochen und ihre 400.000 Mitglieder zur Wahl der Demokratin aufgerufen. (Reuters/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.08.2024, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!