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UN-Bericht dokumentiert Gewalt in Myanmar

Genf. Die Gewalt der Militärjunta in Myanmar gegen die eigene Bevölkerung hat nach Informationen der Vereinten Nationen zuletzt deutlich zugenommen. »Es gibt eindeutige Beweise dafür, dass brutale Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit, die vom myanmarischen Militär begangen werden, im ganzen Land in alarmierendem Tempo eskaliert sind«, heißt es vom Unabhängigen Untersuchungsmechanismus für Myanmar (IIMM) in seinem Jahresbericht. Dafür wurden mehr als 400 Augenzeugenaussagen sowie Fotos, Videos, Audiomaterial, Beiträge in sozialen Netzwerken und forensische Beweise analysiert. Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024. Die Junta habe mit immer größerer Gewalt auf den Widerstand reagiert, darunter mit Luftangriffen auf Schulen, religiöse Gebäude oder Krankenhäuser, bei denen kein offensichtliches militärisches Ziel existierte, heißt es in dem Bericht. Gleichzeitig gebe es auch glaubwürdige Beweise für Verbrechen, die von bewaffneten Gruppen begangen wurden, die gegen das Militär kämpfen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.08.2024, Seite 7, Ausland

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