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DBB: Vertrauen in Staat auf »neuem Tiefpunkt«

Bonn. 70 Prozent der Menschen in Deutschland halten den Staat für überfordert, ergab eine Umfrage im Auftrag des Deutschen Beamtenbunds (DBB). Zu diesem »neuen Tiefpunkt« führte der Bundeschef der Gewerkschaft, Ulrich Silberbach, am Mittwoch aus: »Inzwischen halten 77 Prozent der Ostdeutschen, 90 Prozent der AfD-Wähler und 85 Prozent der FDP-Wähler unseren Staat für überfordert, und ich habe nicht den Eindruck, dass die Verantwortlichen daraus die richtigen Schlüsse ziehen«. Laut DBB-Umfrage müsste der Staat zuerst in soziale Gerechtigkeit, Infrastruktur und die Modernisierung des öffentlichen Dienstes investieren. Während das Vertrauen laut der regelmäßigen DBB-Umfragen seit Jahren sinkt, gibt es beim Image der Staatsangestellten einen »positiven Trend«, der den Ansehensverlust »allerdings nicht aufhalten« könne, so Silberbach. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.06.2024, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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  • Onlineabonnent*in Heinrich H. aus Stadum 26. Juni 2024 um 22:26 Uhr
    Überforderung? Ich bewerte das Staatsgebaren als Leistungsverweigerung. Allerdings werden viele Staatsagenten dafür hoch und oft bezahlt.
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