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Gaza: Kämpfe um Korridor in Rafah

Rafah. Nach der Übernahme der Kontrolle über den sogenannten Philadelphi-Korridor zwischen Gaza und Ägypten durch Israel sind die Kämpfe in dem Küstenstreifen am Donnerstag unvermindert stark fortgesetzt worden. Bewohner der südlichen Stadt Rafah meldeten intensiven Artilleriebeschuss. Der israelische Armeesprecher Daniel Hagari sagte am selben Tag, die Truppen hätten in Rafah Waffen, Sprengstoff und Tunnelschächte entdeckt, die der Hamas zum Schmuggel gedient hätten. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.05.2024, Seite 7, Ausland

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  • Onlineabonnent*in Ulf Gerkan aus Hannover 4. Juni 2024 um 14:57 Uhr
    Wo Waffen wie die Kornet aus dem überquellenden ukrainischen Waffenmarkt offenbar auch bis in den Gaza-Streifen gelangen konnten, hat man auf Meldungen wie diese, dass Israel Schmuggeltunnel entdeckt hätte, nur gewartet. Wieviel wirklich dran ist, muss freilich offen bleiben. Ägyptischerseits wird die Existenz von Schmuggeltunneln bestritten. Und man muss den Ägyptern zugestehen, viel gegen Schmuggeltunnel ausgerichtet zu haben. Dem deutschen Wiki-Artikel zur »Philadelphi-Passage« zufolge hatte Ägypten – Stand 2014 – bereits über 1600 Tunnel zerstört. Die ägyptische Westhälfte Rafahs wurde dafür zerstört, Bewohner entschädigungslos vertrieben und Tunnel mit Meerwasser geflutet. Rabiat genug, um Israel zufriedenzustellen. Das dürfte den Ägyptern durchaus wichtig sein, wo der »Philadelphi Accord«, der israelisch-ägyptische Vertrag von 2005 zur Übergabe der Kontrolle über den Philadelphi-Korrodor an Ägypten, ja faktisch den israelisch-ägyptischen Friedensvertrag revidierte, indem die Stationierung einer begrenzten Anzahl ägyptischer Soldaten auf dem Sinai an der Grenze zum Gazastreifen erlaubt wurde. Ägyptischerseits wird man es nicht gerne sehen, wenn dieser Souveränitätsgewinn wieder in Frage gestellt wird.
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