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China wirft Taiwan Provokation vor

Beijing. Nach der Vereidigung von Taiwans neuem Präsidenten Lai Ching-te hat China ihm und seiner neuen Regierung Provokation vorgeworfen. Die Lage in der Taiwan-Straße, der Meerenge zwischen den beiden Staaten, sei komplex und ernst, sagte der Sprecher des chinesischen Büros für Taiwan-Angelegenheiten, Chen Binhua, am Montag. Grund dafür sei, dass Lais Demokratische Fortschrittspartei »stur« an der »separatistischen Position« von einer Unabhängigkeit Taiwans festhalte. Chen betonte demgegenüber, dass die Insel mit ihren mehr als 23 Millionen Einwohnern völkerrechtlich ein Teil Chinas ist. Lai hatte in seiner Antrittsrede China aufgefordert, Taiwan anzuerkennen. Seine Partei sieht Taiwan als unabhängiges Land. Formell hat die Insel ihre Unabhängigkeit allerdings nicht erklärt, Lai hatte dies bislang auch nicht angekündigt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.05.2024, Seite 1, Ausland

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