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Sierra Leone: Anklagen wegen Putschversuchs

Freetown. Nach einem mutmaßlichen Putschversuch in Sierra Leone hat die Regierung des westafrikanischen Staates zwölf Menschen wegen Hochverrats angeklagt. Darunter sind ein ehemaliger Minister und ein weiterer hochrangiger Verbündeter des früheren Präsidenten Ernest Bai Koroma, der das Land von 2007 bis 2018 regierte, wie das Informationsministerium am Dienstag abend mitteilte. Koroma selbst wurde wegen der Ereignisse am 26. November bereits dreimal von der Polizei vernommen und steht derzeit unter Hausarrest. Am 26. November hatten Bewaffnete das Waffenlager der wichtigsten Militärkaserne des Landes in der Hauptstadt Freetown sowie ein Hochsicherheitsgefängnis angegriffen und dort Dutzende Insassen befreit. Darunter waren auch Männer, die beschuldigt wurden, an einem früheren angeblichen Staatsstreich beteiligt gewesen zu sein. Insgesamt wurden 21 Menschen getötet. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.01.2024, Seite 6, Ausland

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